2025 12 23 Voller Tag

Vor Anker: Zwischen Miami und Key Biscayne, neben dem Sea Aquarium.

Am Ende stellen wir fest: Boah! Was haben wir alles gemacht! Wir beginnen ganz „friedlich“ mit Frühsport. Meine beiden Armen müssen da gleich mitmachen… Und dann einem ruhigen Frühstück. Das machen beide gerne mit. Ich eher verhalten. Hihihi! Und dann geht es weiter mit einer Tauch-Theorie-Stunde. Beide wollen ja mal mit Gerät tauchen. Und da müssen sie bei mir ein wenig Wissen aufbauen.

Am Ende kommt dann auch das Können – sprich die Praxis. Der erste Tauchgang auf RE wird ja am Heck gemacht, erst an der Leiter – unter Wasser atmen. Und dann am Grundseil abtauchen und Druckausgleich. Dann kommen die ersten Sicherheitsübungen: Mundstück raus und wieder rein. Und Maske fluten und leer blasen. Klappt alles! Für heute dann genug. War dann schon so aufregend, dass sie eine Menge zu erzählen haben!

Dann gibt es die Grundeinweisung „Sicherheit an Bord auf See“. Feuer hatten wir ja schon gestern bei der „Leben an Bord“ Einweisung. Heute kommt dann „Mensch über Bord“ dazu. Und noch ein paar Kleinigkeiten….

Während Christin ihren ersten Beitrag schreibt – hoffentlich kommen noch mehr – bekommt Carlos eine Einweisung ins Schlauchboot-Fahren. Und dann zischt er los üben. Hat wohl auch seinen Spaß daran. Und ich habe nun einen Schlauchboot-Führer. Hihihi!

Nebenbei beginne ich mit Seeklar machen. Wir wollen gegen 16 Uhr los Richtung Bimini, Bahamas.

Und um 15:30 Uhr haben wir Termin auf der JOBBER: Meine Beiden wollen mal sehen, wie ein Einrumpf innen aussieht. Nun – klar, dass wir nicht um 16 Uhr losfahren. Wir sitzen noch eine Weile zusammen. Und ich springe ins Wasser, Thomas möchte die Opferanode an seinem Propeller kontrolliert haben: Da ist KEINE! Blitzschnell hat er eine Ersatz-Anode und eine Schraube zur Hand. Klar, dass ich die schnell montiere! Und einen glücklich machen! Frohe Weihnachten! So verabschieden wir uns. Hoffentlich finden wir auf den Bahamas zusammen. Es ist wirklich nett mit der JOBBER-Crew!

Kaum an Bord geht fast schon der Anker hoch. Nein – Thomas kommt noch mal schnell vorbei – sie möchten einen Sauerteig-Ansatz haben. Brot backen steht auch auf der JOBBER ziemlich hoch im Kurs!

Und dann geht der Anker hoch, wir tuckern langsam und vorsichtig aus dem Ankerfeld. War ein guter Platz, wenn man schon nach Miami kommt.

Klar – dann geht es mit der Einweiserei weiter! Wie fährt man, wie navigiert man. Ist heutzutage ja fast ein Computer-Spiel. Haben dann beide schnell drauf.

Und langsam wird es dunkel. Und wir kommen dann am Ende der Dämmerung auf dem Atlantik an. Gegenwind heißt: Motoren bleiben an. Es schaukelt ein wenig. Erste Reisetabletten werden verteilt. Doch das hilft nicht. Carlos erwischt es als Ersten. Aber auch Christin kommt nicht „heile“ aus der Sache. Ich muss ehrlich sagen, dass es im Laufe des Abends und der Nacht nicht besser werden wird. Beide plädieren für „Umkehren“.

So machen wir das dann! Und: Nun kommt der Wind genau von achtern! Christin macht mich daraus aufmerksam. Ich war noch viel zu sehr in der Einweiserei und der Planung, wie es weiter geht. Also: Doppelfock raus, Motoren aus. Herrlich. Die Bewegungen werden weicher, ruhiger und länger. Christin geht es wieder gut. Carlos hat sich mittschiffs auf dem Terrassenboden lang gemacht und da geht es ihm nicht sooooo schlecht.

Vorsichtig kurven wir um die erste Ecke. Bei der Ausfahrt hatte ich das als recht gut geschütztes Ankerfeld mit nur ganz wenigen anderen Booten gesehen. Und so werfen wir dann um kurz vor halb 10 Uhr den Anker. Und bekommen dann – Carlos ist auch auf den Beinen, seitdem es nicht mehr schaukelt – ein kleines Abendessen!

Carlos verschwindet dann ganz schnell, Christin und ich stellen dann eben das fest, womit dieser Beitrag begann: Boah! Was haben wir heute alles gemacht! Fast geht es damit in die Koje. Auch ich bin geschafft. Doch an Steuerbord hören wir Atemgeräusche. Also stehen wir noch eine Weile an Oberdeck. Ich tippe auf schlafende Delfine. Sehen tun wir nichts. Aber wiederholt hören. Und dann doch schnell ab in die Koje! Gute Nacht!