2026 01 23 Waschtag

Vor Anker: Junkanoo Bay, Nassau, keine Änderung.

Heute ist es endlich so weit: Zeit, Wind, Wellen. Alles spricht dafür: Ich geh, große Wäsche machen. Zwei große Beutel haben sich inzwischen angesammelt. 3 Kilometer sind es hin. Zwei der Riesenmaschinen befüllt. Zum Front-Desk. Ich kenne mich hier ja aus… Mit Waschmittel sind es gute 12 $. Die Wartezeit vertreibe ich mir größenteils gegenüber: Beim „Super Value“. Es stehen nur Butter und eine Limette auf der Liste. Ein großer Becher Yoghurt kommt hinzu. Und Toast auf Vorrat ist auch nicht schlecht.

Zurück beim SuperWash bleiben noch ein paar Minuten zum Lesen. Dann die Maschinen umräumen. Heute spendiere ich auch noch Trockner! Und lerne endlich, wie hier das Internet funktioniert: Ganz einfach – unten auf dem Kassenzettel steht das Passwort!

Dann kommt Falten, Legen und Sortieren. Einige Sachen, insbesondere die dicken Handtücher sind nicht ganz trocken: Ab in den einen Beutel. Die wirklich trockenen Sachen liegen dann ordentlich gestapelt in der Kiste.

Den Rückweg geht es über den größten Baumarkt hier in Nassau – und damit wohl auf den Bahamas: Ein ACE Store ohne Ducktape!! Auf deutsch heißt das wohl Panzertape. Bräuchte ich in silber. Meinetwegen auch in weiß. Aber die haben gar KEINS! Einige Rollen Malerkrepp. Nicht mal Tesafilm oder ähnliches!

Letzte Handlung an Land ist dann immer: Müll entsorgen. (Gefüllte Eimer mit Müll wird wohl keiner aus dem Dinghy klauen…

An Bord die feuchten Sachen aufhängen. Zur Belohnung kommt nun endlich "Kaffee und Kuchen". Gestern war es zu spät geworden.

Und dann an die zweite große Sache des Tages: Die WC-Pumpe für den Zufluss ist in den letzten Tage fürchterlich lauf geworden. Dafür liefert sie nicht mehr so recht. Um es kurz zu machen: Der Ausbau war unnötig. Im Zulauf war so viel „Grün“, dass es nicht in den Vorfilter rein geflossen ist. Ansaugschlauch und Vorfilter-Eingang gesäubert. Sieht im Waschbecken dann gar nicht nach so viel aus… Dann läuft die Pumpe wieder wunderbar.

Schnell noch ne Stunde Wasser machen. Wer genau aufpasst, weiß: Nun geht was schief. „Schnell noch“ funktioniert nicht! Und so wundere ich mich ein wenig, dass die Vorpumpe des WaterMakers keinen ordentlichen Durchfluss hat. Das Instrument zeigt deutlich weniger als 0,5 l/min an. Und statt nachzudenken entscheide ich: Mit Druck wird das mehr. Schalte also die Hochdruckpumpe ein. Ooops – kaum mehr Durchfluss. Dafür aber tropft es. Es dauert eine Weile, bis ich merke, das tropft hier, weil es „hinten“ heftig spritzt. Alles aus. Alles rund um dem linken Teil des WaterMakers ist N A S S! In er Bilge strömt jetzt das Wasser zusammen. Oh weh – das kommt von vorne.

Irgendwann habe ich auch den Zugang weiter vorne geöffnet. Und sehe: Das Rückschlagventil für den Salzwasser-Auslass spritzt wie blöde. Noch ein wenig später kapiere ich dann: Das Auslass-Ventil ist ZU! Sch….

Ich habe vor ein paar Tagen alle Ventile der Borddurchbrüche auf Gängigkeit geprüft. Das mache ich so alle halbe Jahre. Und dieses habe ich in der ZU-Stellung gelassen. Der Watermaker wurde sein Salzwasser nicht los! Und die Bilgenpumpe, die auch diesen Auslass nutzt, auch nicht. Öffnen und die Bilgenpumpe schafft erst mal den größten Teil der Schweinerei raus!

Doch das Rückschlagventil „bläst“ immer noch ab. Also – ausbauen, reparieren. Funktioniert dankenswerter Weise. Also – das mit dem Reparieren. Und dann auch das Rückschlag-Ventil. Einbau, Test. Dann darf der Watermaker eine Stunde laufen. Und ich Feierabend machen. Das große Trockenlegen gibt es morgen!