2026 07 07 Dienstag, Zwischenfälle

An Land: Cape Charles Yacht Center, keine Änderung.

Der Morgen beginnt mit der Homepage. „Schnell mal“ zumindest den Bericht vom 05. schreiben… Und dann geht es weiter, das normale Leben beginnen: Sauerteig ansetzen. Bevor die Sonne über der Halle erscheint: Die Luken so sauber machen, dass der Sonnenschutz wieder montiert werden kann.

Dann soll es an die Arbeiten gehen, die ich nur an Land erledigen kann. Also insbesondere die Arbeiten an der Außenhaut.

Aber das Motto des Tages sind dann die Abweichungen vom Plan: Die Solaranlage liefert nicht volle Leistung. Vom Dinghy kommt weniger als vom Dach. Das kann nicht sein! Und klar: Eine schnelle Messung zeigt: Die beiden Backbord-Panele liefern nicht!

Dazu brauche ich das Schlauchboot! Ja – wirklich! Denn ich benutze das als Arbeitsbühne, damit ich an die Verkabelung unter den Paneelen komme. Also – Plane ab und ausräumen. Denn das Schlauchboot hatte ich als Stauraum verwendet, dass die Motorräume so leer sind, dass die Werft die Wartung machen kann.

Ja – und wenn ich das Schlauchboot schon klar habe, dann kann ich auch gleich die Rettungsinsel wieder in Position bringen… Die wiegt rund 45 kg und das mache ich nicht einfach so… Nen gutes halbes Stündchen später ist der Punkt erledigt. Doch zum Durchatmen und an die Agenda gehen komme ich nicht. Wassereinbruch schreit ein Alarm. Ach – wieder der blöde Backbord Sensor. Ersatz habe ich schon liegen, aber der ist noch aktiv. Alarm bestätigen, Mail abrufen. Oooops – der Alarm kommt von Steuerbord! Schnell tauche ich in die Stbd-Bilge. Und ja – da steht Wasser. Wird wohl von der Klima-Anlage kommen!?? Nein, die Flasche ist nicht mal halb voll. Und wie ich so meine Kopf unter dem Fußboden habe, höre ich es tropfen. Aus Richtung Küche rinnt es runter! Oh weh! Da muss ich im Zweifelsfalle einen Schrank auseinander bauen…. Doch tief durchatmen. Nachdenken, schau doch erst mal in der Küche nach! Und ja – die Kaltwasser-Zuleitung hat ein Rückschlagventil. Und da tropft es raus! Nun – verhaltenes Hurra! Das ist zwar Arbeit, aber überschaubar.

Erst mal den Schrank unter der Spüle ausräumen. Viel ist wasserfest verpackt. Schwämmchen, Spüli, Plastikbeutel. Nur zwei kleine Dinge sind feucht und kommen zum Trocknen. Alles andere kann ich einfach abtrocknen. Oh – eigentlich wäre ja Wasser abstellen der erste Arbeitsschritt. Schnell nachholen. Dann das richtige Werkzeug zusammen suchen, Ventil ausbauen. Ab in die Werkstatt. Das in Ordnung bringen ist einfach. Und wieder einbauen. Test. Hält.

Nun – ganz traue ich der Sache nicht. Also ein „Markierungspapier“ (Küchenpapier) hingelegt. Und ein paar Stunden abwarten. Am Abend war nicht ein Tropfen zu sehen. Einräumen. Wieder eine Katastrophe gebändigt!

Für mich geht es an der Außenhaut mit FSR (ein amerikanisches Putzmittel, das Wunder wirkt!) weiter. Aber das Aufbringen ist eine Schweinearbeit. Den Plan, um 18 Uhr Feierabend zu machen, halte ich fast…

Dann folgt das übliche Einkaufen und Diesel holen. Ich habe vier 20l-Kanister, die machen sich bezahlt… An der (Auto-)Tankstelle kostet der Diesel knappe 5 $. An einer Wasser-Tankstelle um die 5 $. Da hole ich täglich fast die Automiete raus...

Während ich im Laden noch freudig die Idee hatte zu dem Lachs-Rest von gestern einen Salat zu essen ist mir an Bord nach gar nichts. Kein Bier, kein Wein, kein Abendessen. Aber fast einen Liter Erdbeer-Milch inhaliere ich. Und dann falle ich ins Bett, nicht mal ne Runde daddeln. Augen zu – Chrischan weg! Gute Nacht!

Nebenbemerkung zu den Bildern:
Den gröbsten Dreck weg machen hat den Nachteil, dass dann zu sehen ist, wie schmutzig der Rest ist…