An Land: Cape Charles Yacht Center, keine Änderung.
Man ist ja so vernagelt! Also – zu mindestens ich... Wenn man was nicht will, dann macht man das eben nicht! Dreimal wache ich in der Nacht auf: Die Bilgenpumpe springt an, pumpt Wasser außenbords und ist wieder ruhig. Ich auch. Denn vorm Schlafengehen habe ich die Wasser-Auffang-Flasche der Klimaanlage geleert. Die war randvoll – im wahrsten Sinne des Wortes. Und wundersamerweise schlafe ich jedes Mal sofort wieder ein.
Beim vierten Mal endlich fängt das Hirn an nachzudenken: Die Klima-Anlage läuft ja gar nicht! Angenehme Temperaturen unter 25° C heute Nacht! Und dann kann auch kein Wasser aus der Klima-Anlage….. Und woher es dann kommt ist wohl jedem anderen außer mir sofort klar gewesen: Aus der Küche. So stürme ich um 4 Uhr hoch. Klar! Es tropft! Wasser abstellen, provisorisches Trockenlegen. Und dann gehe ich noch mal in die Koje. Nur dieses Mal klappt es mit dem Wieder-Einschlafen nicht so…
So ist dann um 6 Uhr das zweite Tageswerk die Schadstelle in Ordnung zu bringen. Gestern hatte ich ja das Rückschlagventil repariert. Hat ja nicht lange gehalten. Könnte daran liegen, dass der Wasserdruck vom Land-Wasser etwas zu hoch ist für dieses Plastik-Teil! So baue ich eine neue Konstruktion. Siehe Bild….
Wäsche waschen heißt heute erhöhten Aufwand. Denn die Wäscheleine muss / soll auch gewaschen sein! Abmontieren, mit in die Wäsche. Und während die Maschine dreht, säubere ich den Steuerstand. Nicht, dass die frische Wäsche in den Dreck fällt. Aber das Waschergebnis finde ich dürftig. Also – feucht ist sie schon, die Wäsche. Und das Waschmittel ist auch weg. Also – die Maschine hat wohl schon ein wenig gewaschen…
Der Arbeitszeitplan sieht Gelcoat-Arbeiten vor. Die Wettervorhersage sagt: Go! Und dann die „angenehme“ Arbeit: Das Lagoon-Sicherheitskit installieren. Das ist auf der Stbd-Seite irgendwann mal in der See verschwunden. Und nach ca. 1 ½ Jahren permanenten Nachfragens hat Lagoon endlich Ersatz beigeschafft. Kostenlos!
Angenehm ist diese Arbeit, da unter dem Boot im Schatten. Alte Reste entfernen, die Spuren der Notreparatur beseitigen. Und dieses Mal installiere ich: Wie vorgeschrieben mit jede Menge Kleber! Auch die Bohrlöcher werden ordentlich gefüllt. Sollte mal wieder eins der Bleche verschwinden, dann soll jedenfalls kein Wasser ins Boot kommen….
Das Kit besteht aus zwei Winkelblechen, die verhindern sollen, dass das Not-Ausstiegsfenster von alleine „aussteigt“. Dann hätte man eine Riesenöffnung knapp über der Wasserlinie, will man nicht haben…
Auf den Fotos: Vorher und hinterher. Nicht nur die Anzahl stimmt jetzt, auch liegen die plan am Fenster an! Hoffentlich für seeeehr lange Zeit!
Wärme und Zeit = trockene Wäsche. So kann ich heute noch eine zweite Maschine machen!
Und nebenbei eine wunderbare Nachricht (für Ralf und mich):
Heute Morgen wollte ich große Terminwarnung aussprechen. Beide Motoren waren noch zerlegt. Aber: Heute Nachmittag haben dann beide gebrummt! Hurra. Ein Dank an „Cisco“ und seinem Adlatus! (Cisco heißt Francisco, so nennt er sich selbst aber auch nicht.)
Die "Propeller-Farbe" habt die Werft in 4 Monaten nicht ran schaffen können, das aber bisher nicht kommuniziert. Die hätte ich ja aus D mitbringen können. Ist ja nur ein kleines Gebinde und ich hatte Gepäck incl... Nun wird der Propp blank bleiben. Über den Shaft spreche ich heute.
Aber Montag Morgen ins Wasser steht noch (wieder...)
Heute ändere ich mal den Zeitablauf. Am Nachmittag ist es so heiß, dass ich lieber die Arbeit auf später verschiebe. Und jetzt ins klimatisierte Auto springe und die heutige Tour mache, Diesel und Einkauf. Und die verlängere ich in der Brewery. Wieder bekomme ich mein Thunfisch-Sandwich. Herrlich. Und über die Pommes hatte ich ja schon öfter berichtet. Wunderbar!
Abends wundere ich mich, das kleine Klima-Gerät kühlt mein Schlafabteil nicht so wirklich. Doch als ich dann raus gehe, merke ich: Tut es doch! Nur ist so eine Wärme über uns herein gebrochen, dass es mit der Dämmerung noch mal wärmer wurde. Bald 34°, abends um 21 Uhr.
Aber ich habe ja einen Plan B: Ich werde mich ganz lange ins Waschhaus verholen und das Duschen ausdehnen. Da läuft die Klima-Anlage auf 65° F! Das erreicht zwar die 65° F = 18° C nicht, aber ist sehr kühl.
Während ich ein wenig sitze beginnt es draußen zu rauschen. Das kann doch kein Regen sein? Gewitter hätte ich ja gehört! Nein – es ist ein Regensturz! Und so stürze ich raus – zum Boot, Luken schließen. Zurück nehme ich dann die Regenjacke mit… Ist aber nicht wirklich nötig, denn nach dem Duschen ist der Regen fast vorbei…