Mittagsposition: Hamburger Yachthafen Wedel, keine Änderung.
Früh geht der Tag los. Das Wetter kann sich nicht recht entscheiden, ob Sonne oder Regen. So entscheide ich mich für „nur Gummistiefel“ und werde gut feucht. Leider erweisen sich die Vogel-Treffer als besonders hartnäckig. Kärchern alleine und schnell mal machen das Oberdeck nicht strahlend weiß. Und für eine intensive Reinigung fehlt die Zeit! So lasse ich ein Teil komplett unbehandelt und schaffe eine grobe Säuberung innerhalb meines Zeitplans.
Dann kommen endlich die beiden Fahrräder aus der Gästekabine und ich bringe sie gleich ins Auto. Dabei bekomme ich einen ordentlichen Schreck: Schon mit dem beiden Fahrrädern scheint der Wagen halb voll!
Der nächste Tagesordnungspunkt heißt „Kuchen backen“. Kleiner Vorteil: Es wird etwas wärmer im Salon und es riecht ganz nett. Das ist dann auch der erste Kommentar von Grischa, dem Interessenten. Seine Freundin sagt lieber nicht ihren Namen. Ein sehr nettes Pärchen. Er ein Hüne von Mann. Ich schätze ihn in der 2,10 m Klasse. Und das macht Schwierigkeiten. Bis Höhe Maststütze hat er im Salon Kopffreiheit. Danach ist Bücken angesagt. Sie ist da dann eher zierlich. Erst bei der Verabschiedung fällt mir auf: Sie gehört auch in die 1,80 m Klasse. Für eine Frau also nicht gerade klein…
Wir schwatzen viel und ich hoffe, ich habe all ihre Fragen allgemein und auch speziell zu den RE-Besonderheiten beantwortet. Ob aus dem grundsätzlichen Interesse am Langfahrt-Segeln dann wirklich was wird? Im Nachhinein habe ich so meine Zweifel. Er scheint aber den Ausbau mit 230 V und der doch recht mächtigen Solaranlage zu verstehen.
Als die beiden von Bord sind, mache ich erst mal eine kleine Pause. Um dann mit dem Räumen und Zusammenpacken zu beginnen. Wenn ich denn schon die lange Fahrt gemacht habe, dann will ich auch den Wagen voll packen. Einige Sachen brauche ich „zu Hause“, andere Sachen sollen nur von Bord. Aber vielleicht spare ich mir so die Anmietung einer Garage – zum Zusammenstellen einer großen Ladung. Und dann den anschließenden Trip mit einem Sprinter. One Way nicht ganz billig, two way Rundfahrt ob der vielen Kilometer auch nicht…
Klar – irgendwas ist auch immer in Ordnung zu bringen und was zu reparieren. Die Backskiste vorne bekommt eine Ersatz-Gasdruckfeder. Und der Dreck der defekten alten muss dann auch beseitigt werden.
Zwischendurch springe ich dann mal an Land. Leider ohne ein schönes Eis am Mühlenteich. Nun – das kann ja dann morgen….
Und die Entscheidung „Steak-House“ oder „an Bord“ fällt zugunsten von Pellkartoffeln und Sahne-Hering mit Salat. Klar – an Bord. Ich hatte mich so auf den Hering gefreut. Und die Kartoffeln waren auch gut! Nur beim Schreiben dieses Berichts merke ich: Kein einziges Bild gemacht heute. Da fehlt dann doch der Ralf! Und als Bild des Tages muss dann eins von gestern her halten. Morgen denke ich hoffentlich daran….