Mittagsposition: 25° 45.97 N, 080° 06.89 W, Etmal: 32,5 sm.
Um kurz nach 7 Uhr wache ich auf. Prima, Zähne putzen und Anker auf! Passt! Und dann klackert es neben mir: Auch der andere Kat nimmt Anker auf. Noch mal prima, wenn ich ins Treiben komme, dann ist mehr Platz. Passiert aber nicht. Und der ICW (Intra Costal Waterway) ist so frei, dass ich sogar in Ruhe die Fender einsammeln, den Anker putzen und ganz langsam fahren kann. Denn die Brücke macht um 08:00 Uhr auf. Beginn um 08:00:00 Uhr!
Und dann höre ich im Funk die JOBBER! Was für eine Freude und Überraschung. Und es kommt noch besser. Rechtzeitig zur Brückenöffnung kommt die um die Ecke, fährt dann als Letzte in der Schlange durch! Klar, dass wir auf Kanal 69 schon mal ein wenig schwatzen.
Die Hafenausfahrt FL und die Fahrt entlang der Küste bringt nichts Berichtenswertes. Wieder „schöne“ Küstenlinie, wieder Angler kreuz und quer. Die Jobber backbord querab schafft in den gut 3 Stunden keine 200 Meter Vorsprung. Ach ja – Schwachwind. Also – alles unter Motor. Grrrrr…..
Dann kommt die Hafeneinfahrt Miami (MIA). Auch hier erwische wir ein ruhiges Intervall. Am Ende bietet das zwei interessante Stellen: Eine Barre mit Wassertiefen um 1,8 m. JOBBER geht lieber „außen“ rum, ich biete zwar an, die wirkliche Wassertiefe anzusagen, aber: Sicher ist sicher….
Und die zweite Stelle ist dann die Brücke: Verschiedene Angaben über die Durchfahrtshöhe. Aber alle min. 75 Fuß. Und damit komme ich durch! Und der Hinweis, dass die Schilder der aktuellen Höhe weg sind. Kann ich dann nicht bestätigen (Foto!). Min. 76,5 Fuß. Bei 75 Fuß komm ich sicher durch!
Das Ankerfeld vor dem Sea Aquarium ist (leider) recht voll. Nun – nicht nur ich kann Wetterbericht und Seekarte lesen…. Aber wir finden zwei nette Plätzchen gleich nebeneinander. Und äußern beiden den Wunsch, nun erst mal ne Runde aufs Ohr…
Vor Sonnenuntergang machen Jutta und ich „Landerkundung“. Fahren in den netten, total leeren und landsietig abgesprerrten kleinen Hafen vor dem Sea Aquarium. Und dann entdeckt Jutta eine (!) offene Tür! Prima, damit ist die Abholung einfach und gesichert.
Zurück geht es zunächst auf die JOBBER. Thomas macht Motorwartung, Ölwechsel etc. Ich sitze dann mit einem Bier in der Hand daneben und mache doofe Sprüche. Tolles Setting. Hihihi! Nun – damit es so aussieht, als helfe ich, halte ich dann eine Tüte für die gebrauchten Filter in der Hand.
Zurück an Bord wird die Gästekabine final vorbereitet. Ausgeräumt, alleine werfe ich ja gerne Sachen schnell mal da rein. Gesaugt, gewischt, Bett bezogen. Ach ja - die Filter des Seewasser-Einlasses für die Toilette habe ich ewig nicht mehr gesäubert. Also – das auch noch. Und dann ist Schluss, Feierabend. Zu einem Film reicht es nicht mehr, lieber ein wenig lesen. Gute Nacht!