Vor Anker: Zwischen Miami und Key Biscayne, neben dem Sea Aquarium.
Letzte Vorbereitungen auf den Besuch. Im Wesentlichen Kartoffeln kochen, Humus machen.
Um kurz nach 11 Uhr kommt Thomas und sichert mich eine Runde durch den Mast. Und ich bin sehr zufrieden: Das Rigg ist in einem fast schon sehr gut zu nennendem Zustand. Klar – jetzt erst recht. Ein paar Kabelbinder mussten ersetzt werden, ein paar Splinte erneut abgetaped, damit das Segel nicht an den spitzen Enden aufscheuert, sollte es mal da ran kommen…
Nach Essensvorbereitung springe ich dann ins Wasser. Nein – nicht zum Vergnügen, die Opferanoden der SailDrives (Z-Getriebe) und besonders der Faltpropeller müssen erneuert werden. Und das war dann wirklich wichtig! Siehe Bilder der alten Opferanoden….
Dann sehe ich in Maps – Christin sendet ihren Standort – dass sie im letzten Bus sitzen. Also – an Land. Gestern hatte ich ja mit Jutta den „Hafen“ erkundet. Doch heute liegt da ein Polizei-Boot. Hmm – umdrehen! Und dann: Ach – die sind nicht da, noch mal umdrehen und an Land. Auch das Tor ist nicht verschlossen, das Schloss hängt so, wie ich das gestern rein gemacht habe. Die Polizisten sind wohl anders raus gegangen.
Kaum bin ich „im Freien“ kommt ein wild blinkender Wagen auf mich zu. Betont lässig wende ich mich ab, er fährt an mir vorbei. Hafen-Security. Puh – der hat mich also nicht gleich zur Rede gestellt. Doch dann dreht er um, kommt wieder auf mich zu. Ooops! Fährt wieder an mir vorbei. Lässig. Lässig weiter. Ich habe noch den Eimer mit dem Müll in der Hand. Und kann jetzt sagen, ich bin auf dem Parkplatz von (geschlossenen) Sea Aquarium. Ein Fußgängerweg führt auf den Parkplatz für die Beach. Und der ist gepflastert mit Haushalts-Mülltonnen. Prima! Entsorgt.
Inzwischen sind mehrere Polizeifahrzeuge angekommen, drei stehen auf meiner Seite des „Hafens“, einer bei der Hafen-Security auf der anderen Seite. Aber keine direkt am Hafen! Solch ein Aufgebot würde sich auch nicht lohnen, mich zu „jagen“. Und – ich hab Zeit, muss ja erst mal meine Beiden einsammeln….
Auf der Straßenseite des Parkplatzes ist die Bushaltestelle. Ich komme an und sehe am Ende der Straße den Bus. Lohnt sich nicht mehr, sich hin zu setzen. Und dann steigen sie aus: Willkommen in Miami, schön, dass Ihr da seid!
Wir wandern erst mal an der Straße lang und beobachten die Polizisten. Hinter dem Parkplatz ist die Pizzeria vom Sea Aquarium. Na – die können wir ja mal ansteuern. Und dann entschließe ich: Die sind nicht unseretwegen da. Also – Direktkurs auf das Hafentor. Schoss ab, Tür auf, rein, Tür zu, Schloss rein. Ab ins Dinghy und los. So richtig beruhigt bin ich, als wir aus dem „Hafen“ raus sind.
Auf RE dann „Ankommen“. Für 19 Uhr sind die JOBBER eingeladen, Kartoffel-Waffeln essen. Und es wird ein kurzweiliger Abend. Und: Auch wenn es immer nur ein kleines Herzchen Kartoffelwaffel für jeden gibt, am Ende streicht eine nach dem anderen die Flagge. Nachtisch will keiner mehr.
Bei Christin gehen die Klüsen zu. (Ihr fallen die Augen zu.) Wir freuen uns alle – sie eingeschlossen und schicken sie ins Bett. Auch Carlos, eben noch putzmunter bemerkt die Müdigkeit und verabschiedet sich auch. Gute Nacht!
Mit der JOBBER schwatze ich auch nicht mehr all zu lange. Dann entschwinden auch sie. Ooops – auch ich bemerke eine gewisse Müdigkeit! Ach ja – ich war ja nen Stündchen unter Wasser, das zehrt. So bin auch ich weit vor 22 Uhr in der Koje!
Ganz am Ende kommen dann noch 2 Fotos von der JOBBER; die sie mir heute gegeben haben: RE fährt durch die Brücke....