2026 01 05 Abschied

Vor Anker: Nassau Ost, vor Fort Montagu.

Das sind schon „Nachtwache-Zeiten“! Um 3:30 Uhr beginnt es auf RE zu rumoren. Damit Christin nicht zu guter Letzt noch den Abwasch macht, hänge ich mich in diese Arbeit. Und damit stehe ich auch nicht im Weg rum. Die Beiden hatten einen schwarzen Tee fürs Aufwachen bestellt. Ist schon fertig! Um 4.15 Uhr springen wir ins Dinghy. Hier ist Anlanden ganz einfach – am Fischmarkt gibt es eine Pier.

Und nach einigem Hin und Her finden wir auch das Taxi. Gut versteckt in einer Einfahrt. Gut, dass es WhatsApp gibt! Einmal Drücken, reinschubsen ins Taxi, Winken – und ich bin allein! Und müde. Doch zurück an Bord kann ich dann nicht einschlafen.

So war es ein „matschiger“ Tag. Zum Einkaufen kann ich mich nicht aufraffen. So erledige ich einige einfache Arbeiten, hänge ein wenig rum und bin erstaunt: (Noch ?) keinen Abschiedsblues. Es war für mich eine große Freude, die Beiden über Weihnachten und Neujahr an Bord zu haben. Und sie haben sich gut geschlagen mit Nachwache, Übelkeit und den Beschwernissen, die das enge Bordleben so mit sich gebracht hat. Eine wirkliche Bereicherung! Danke, dass Ihr da ward!

Ich muss nun die nächste Zeit angehen. Eigentlich muss RE einmal aus dem Wasser. Cape Charles ist weit (min. 8 Tage segeln) und kalt (nur knapp über der 0°-Grenze). So telefoniere ich die Werften in Florida ab, die einen Katamaran raus ziehen könnten.

Und genieße abends die Vorteile einer größeren Crew : Heute gibt es Reste von Christins Linsen-Kürbis-Süßkartoffel-Topf!