2026 02 06 Cay-Expedition

Vor Anker: Iguana Island, Allens Cay East.

Claudia:

Gestern Abend frischte der Wind wie vorhergesagt auf, drehte sich weiter nach Nordwest. So weit, so gut. Die RE richtete sich nach dem Wind aus – neben uns der Katamaran aber offensichtlich mehr nach dem Gezeitenstrom, der durch das Atoll floss. Dadurch begann der Kat zu tanzen, fuhr mal vor, mal zurück, schwenkte mal weg von uns, mal dicht in unsere Richtung. Der Abstand war teilweise ganz schön knapp. Sicherheitshalber brachten Friedrich und Chrischan an Bug und Heck Kugelfender aus. Irgendwann legte sich auch der Nachbar in den Wind und rettete uns vor einer durchwachten Nacht mit wechselnder Ankerwache.

Ausgeschlafen geht’s heute auf Inselexpedition. Zur Begrüßung kommen urzeitlich anmutende Leguane aus dem trockenen Unterholz, ein gelbbäuchiger Bananaquit flattert zutraulich um uns rum und begleitet uns mit Gezwitscher auf unserem Weg auf die andere Cay-Seite.

In wenigen Minuten stehen wir am weißen Strand.
Die kleinen Cays, von denen es 2.400 gibt und auch die 700 Inseln sind flache Kalksteinplateaus, die mit eher kratzigen Sträuchern und Kakteen begrünt sind , aus denen ab und an mal eine Palme herausragt. Nicht wirklich üppig, aber ein Paradies für Vögel, Eidechsen, Schlangen und Fledermäuse. Hier auf Allens Cay leben dazu noch einige der endemischen Bahama-Felsen-Leguane, die nur noch auf zwei weiteren Inselchen zu finden und vom Aussterben bedroht sind. Mit gebührlichem Abstand (Chrischan wird der zu klein, als ein größeres Exemplar auf ihn zu kommt) beäugen wir uns gegenseitig und das Bananenvögelchen leistet uns Gesellschaft.

Der Blick auf die ruhige Bucht bringt uns auf die Idee, RE dorthin zu verlegen. Gesagt, getan. Mit Ausblick auf die Felsen-Leguan-Insel endet unser Expeditionstag.

Einmal ankern – Claudia dokumentiert!

© 2020 C. Fuhrmann