Mittagsposition: 25° 10.03 N, 077° 28.48 W.
Früh aufgewacht, Sonnenaufgang abgewartet, seeklar gemacht. Kurz nach 8 Uhr geht es ankerauf, unter Motor aus der Bucht und an den vorgelagerten Inseln vorbei ins freie Wasser. Klar, dass an der engsten Stelle wieder der Fähren-Katamaran entgegen kommt?!
Ich nehme wieder den Kurs über das Northwest Shoal. Da fahren sicher keine „Großen“. Und ich bin nun so oft da rüber, das geht auch im Dunklen!
Der Wind ist schwach – fast zu schwach. So geht der ParaSailor hoch. Und zieht so gerade. Mit teils unter 3 Knoten hat RE so gerade genügend Fahrt, dass sie Kurs halten kann.
Gegen 13 Uhr frischt der Wind schlagartig auf. Knappe 20 kn. Da macht RE schöne 8 kn Fahrt. Eigentlich herrlich. Aber alleine… Wenn es mehr wird, macht das Para-Bergen evtl. Probleme. Also – Segelwechsel. Da heißt erst mal persönliche Vorbereitung. Toilette, Schuhe an, Gurtzeug an, Sicherheitsleine klar, Handschuhe. Und los. Ich will es genau wissen und schaue auf die Uhr!
13:37 Beginn Para bergen, 14:05 Ende Groß (Reff 1) und Fock setzen. 28 min, finde ich nicht schlecht für Einmann-Action!
Gegen 15 Uhr dann eine graue Wand im Norden. Sieht übel aus. Ob der Wind da herkommt? Doch dann beginnt es zu nieseln, die Steuerbord-Seite wird entsalzen. Backbord liegt in Lee und bleibt trocken – und schmutzig!
Dann bekommt die Wand Konturen und löst sich in einzelne Wolken auf.
In der Nacht ist – mal wieder – die Milchstraße zu sehen. Neben den vielen Sternen leuchten am Horizont überall helle Flecken. Hinter mir – klar, da leuchtet Nassau. Und ob das vor mir schon die USA sind? Miami ist noch 150 km weg!!?? Mond gibt’s heute keinen – gar keinen. Neumond 100%.