2026 02 18 In den Golfstrom

Mittagsposition: 26° 14.29 N, 079° 21.72 W, Etmal: 120,5 sm.

Die Nacht vergeht friedlich. Regelmäßig mache ich meine Runden. Ein einziges Schiffchen am Horizont, dann eins, das keine 200 Meter entfernt auf Gegenkurs entlangschippert. So schlafe ich bis nach 8 Uhr und bin dann fast schon ausgeschafen.

Am Vormittag nehmen mich 2 Frachter in die Zange. Der vor mir durchlaufende kommt auf unter 0.3 sm heran – ungewöhnlich. Der andere ändert den Kurs so deutlich, dass ich es sofort sehe und geht eine Meile hinter mir durch.
Dann sehe ich rechts und links „Gebilde“. Sicher keine Schiffe. Plattformen? Zumindest kein Signal im AIS. Wunderlich!

Der Nachmittag beschert dann eine ähnliche Situation. Ein Kreuzfahrer bummelt vor mir im Golfstrom auch nordwärts. Und ein entgegenkommender Frachter. Aber als der den Kreuzfahrer passiert hat, dreht er auch auf einen guten Abstand.

Langsam schiebt der Golfstrom mit mehr als 2 Knoten. Damit sollte ich auch bei schwächerem Wind morgen noch im Hellen in Cape Canaveral einlaufen können….

Dann mache ich schon mal Flaggenwechsel. Die Gastflagge der Bahamas hat in den paar Wochen ganz schön gelitten. Und die Ukraine muss Platz machen für „Q“, die gelbe Flagge, die sagt, dass ich noch nicht einklariert bin. So – die kann ich dann morgen bei Bedarf schnell hoch ziehen.

Im Dunklen wache ich auf. RE steht? Ich schaue auf die Instrumente: 8,7 kn. (Ok, das ist Spitzenwert, aber immer über 7 kn.) Der Wind hat gedreht und ganz leise und friedlich macht RE selbst knappe 4 Knoten. Und dann kommen noch 3,5 kn vom Golfstrom dazu! Herrlich!