Mittagsposition: 35° 21.88 N, 075° 19.01 W, Etmal: X sm.
Kurz nach Mitternacht bin ich exakt auf der Position, auf der ich am 11.06.24 mittags war. Auch damals einhand, auf dem Wege nach Norfolk. Nun kalkuliere ich und hoffe, dass ich wieder 1,5 Tage brauche. Dann würde ich es noch am Freitag nach Cape Charles schaffen!
Gegen halb 10 Uhr verlasse ich nun endgültig den Golfstrom. Meine Fahrt geht runter. Und die Temperatur auch. Innerhalb weniger Meilen von ca. 24° auf 9°! Klar, dass hier „Bodennebel“ herrscht. Eine Tonne ist mir unsympatisch nah, doch zu sehen ist nichts. Wieder mal ein Fall für das Radar. Aber auch da kein „Blip“. Wieder mal „amerikanisch“. Hier sind ja viele Tonnen in der Seekarte, aber nicht im Wasser….
Und kaum bin ich’s zufrieden mit der Tonne, da ertönt Alarm: Backbord Bilge hat Wasser!! ?? Kontrolle: Ooops – RE „schwitzt“. Nachdem wir in den letzten Tagen mit über 20° aufgeheizt wurden, kühlt nun der Rumpf schneller ab, als der Innenraum. Und schon kondensiert an der ganzen Außenhaut Wasserdampf. Und das hat der Alarmsensor korrekt erkannt! Nun – ein weiterer Punkt für die To-Do-Liste. Lüften der Bilgen für min. einen halben Tag! Da mache ich alle Bodenbretter hoch und lege einen Ventilator so, dass er Luft unter die Bretter presst….
Drinnen im Salon ist es tagsüber noch schön – die Sonne hält die Temperatur bei 20°. Doch draußen wird es „biestig“. Nur oben im Steuerstand ist es noch nett. Da setze ich mich dann hin und genieße die letzte Wärme mit einer Tasse Tee und ein paar Stückchen Schokolade.
Ansonsten beginne ich mit den „Konservierungs-Arbeiten“. Seewasserleitung der Backbord-Toilette reinigen und mit Süßwasser füllen beispielsweise. Noch mal den WaterMaker laufen lassen und den Tank füllen. Die Steuerbord Kabine saugen. Natürlich auch immer wieder Bürokram. Rechnungen wollen bezahlt oder gestellt werden….