Mittagsposition: 43° 38.24 N, 042° 13.79 W, Etmal: 122,6 sm.
Aktueller Standort mit dem zurückgelegten „Pfad“.
Heute mal – nach Nachfrage, Dank und Gruß an alle UwRugbies, auch wenn es wohl nur einen erreicht - wieder ein Teil des Berichts unter der Überschrift „Leben an Bord“.
Morgens, gleich nach dem Tee, veröffentliche ich den Bericht vom Vor-Vortag. Das ist ganz schnell gemacht, da muss ich nur den Status von "gesperrt" auf "frei gegeben" ändern.
Dann versehe ich den Bericht von gestern, den in wesentlichen Teilen nun Ralf während seiner 03 Uhr Wache schrieb, mit Steuerzeichen (z.B. Absätze erscheinen nicht von selbst) und mache den letzten Feinschliff. Das wird dann auf die Homepage kopiert und "gesperrt". (Und mein blöder Rechner und meine Wurstfinger zusammen schaffen es immer wieder, beim Kopieren das doppelt einzufügen!)
Dann müssen die Bilder gesichtet und in Form gebracht werden. Das Bild des Tages aussuchen, hochladen. Und dann die "Bildergalerie". Das ist zeit-unkritisch und kann über den ganzen Tag verteilt gemacht werden. Spätestens in meiner Wache bis 03 Uhr ist da immer ein Zeitfenster. Dann steht der Bericht vom Vortag, ist aber noch nicht zu sehen…
Nebenher wird exakt um 12:00 Uhr Bordzeit die Mittagsposition gemacht. Das ist immer ein Highlight des Tages. Freudig (meist) wird das Etmal verkündet und wir freuen uns, wie gut es läuft. Also - das passiert ab 120 nm Etmalen. Ansonsten schauen wir uns mit betretener Mine an und beteuern, wie gut die Tage davor waren. Diese Position wird dann in Maps eingegeben und der Link kommt in den Bericht des aktuellen Tages. Das Gerüst baue ich nämlich jetzt schon auf.
Zusätzlich kommt die Position in die Sammlung unserer Mittagspositionen von Maps und ist da sofort zu sehen. Also da sieht man auch am 25. nach 12 Uhr mittags die Position vom 27.
Nebenbei: Der Link von NoForreignLand funktioniert inzwischen - ich habe als Quelle nun mein Handy eingesetzt - leidlich gut. Und da siehst Du die aktuelle Position (klar - ein paar Sekunden Verzögerung ist auch da drin…)
Ralf:
Es bleibt ‚unpredictable‘ und ruppig. Wind und Strom zwingen uns nach Südosten, obwohl wir eigentlich nach Nordosten müssen. Der ständig wechselnde Wind hat für kreuz- und quer laufende Wellen gesorgt. RE bockt in diesem unangenehmen Seegang. Man weiß nicht, was man zuerst festhalten soll, sich selbst, oder die rutschende Tasse mit dem heißen Kaffee, in weiser Voraussicht nur gut halb voll. Mit der Hand schreiben ist eine Herausforderung. Mir fällt dazu ein Spruch von Rudolf Kinau (Gorch Fock) ein: ‚Die reitenden Helden vom festen Land haben gar viel zu bedeuten, doch läg es fest in meiner Hand, ein Meerpferd möcht ich reiten.‘ RE benimmt sich im Moment eher wie ein Bronco.
Über den Vormittag hält der Wind. Wir versuchen dem Schwachwindgebiet achteraus davon zu segeln, schaffen es aber nicht. Am Nachmittag wird der Wind immer schwächer und schwächer bis die Segel nur noch flattern. Dabei werden wir immer mehr nach Südosten versetzt. Also, Segel runter, einen Motor an, Kurs Nord. Wir hoffen nach der Vorhersage dort besseren Wind zu finden.
Zum Abendessen schneide ich die große, noch in Cape Charles gekaufte, Wassermelone. Die hatten wir auf dem Achterdeck auf der Backskiste in einer kleinen Wanne gelagert. Im Seegang hat sie sich mit Wanne selbständig gemacht, sodass ich sie im Morgengrauen auf der Treppenstufe zur Badeplattform fand, eingeklemmt zwischen Stufe und dem dort gelagerten dicken Kugelfender. Zum Glück, sonst wäre sie außenbords gegangen. So haben wir noch ein paar Tage etwas Frisches. Chrischan macht danach noch Eierpfannkuchen mit Apfelstücken.
Zum Bild:
Ralf meint, wir werden noch zu Food-Bloggern!
Aber mehr Bilder hat noch nicht mal er gestern gemacht...